Burkhard Hillerich – seit 50 Jahren Dr. Tigges treu

Drei Generationen, eine Leidenschaft: Als Reiseleiter für Dr. Tigges um die Welt

Kiel, 26.02.2016. - Burkhard Hillerich ist eine Legende unter den Reiseleitern. Seit 50 Jahren ist er weltweit im Einsatz – und das ausschließlich für Dr. Tigges. Trotz jahrzehntelanger Arbeit sind seine Reisen und Vorträge fortschrittlich und alles andere als verstaubt: Mit seiner lebendigen Art zählt er immer noch zu den aktivsten Reiseleitern bei Gebeco. Und das Reisen liegt in der Familie offenbar im Blut, denn wie sein Vater ist auch sein Sohn für Dr. Tigges als Reiseleiter – inzwischen in der dritten Generation – unterwegs. Im Interview zum Jubiläum erzählt er von den Anfangszeiten bei Dr. Tigges, seiner Motivation und spannenden Erfahrungen aus fünf Jahrzehnten.

Herr Hillerich, Sie haben zunächst Romanische Sprachen, Geographie und Kunstgeschichte studiert. Wie und wann sind Sie dann zum Beruf des Reiseleiters gekommen?
Ich bin in Wuppertal geboren, wo auch der Gründer Dr. Hubert Tigges lebte und seine Reisen organisierte. Meine Eltern waren gut mit dem Ehepaar Tigges befreundet – mein Vater war Lehrer und arbeitete in den Schulferien freiberuflich bei Dr. Tigges als Reiseleiter. Durch meine Eltern kam ich dann auch zum Job des Reiseleiters. Zunächst nur in den Semesterferien, da ging meine allererste Reise 1966 nach Rom. Meine Studienfächer waren die perfekte Vorbereitung auf die Reisen. Nach dem Studium arbeitete ich hauptberuflich als Studiendirektor in Bonn und war wieder in den Ferien als Reiseleiter unterwegs. Die Didaktik, die der Beruf mit sich brachte, war für die Reiseleitertätigkeit schon sehr hilfreich.

Was ist die größte Faszination als Reiseleiter? Was treibt Sie an?
Vor allem die Neugierde! Aber natürlich auch großes Interesse für Kunst, Kultur Architektur und Geschichte.

Sind Sie in all den Jahren ausschließlich für Dr. Tigges unterwegs gewesen?
Ja! Die persönliche und freundschaftliche Verbindung unserer Familie zu den Tigges war immer sehr stark – ich habe sogar einmal Maria Tigges persönlich getroffen. Zudem behandelte Dr. Tigges Reiseleiter immer sehr gut und sozial – eine Arbeit bei anderen Unternehmen kam daher für mich nie in Frage.

In welchen Ländern sind Sie genau als Reiseleiter aktiv? Hat sich bei Ihnen ein „Lieblings-Land“ herauskristallisiert?
Ich war eigentlich bis auf wenige Flecken überall auf der Welt unterwegs. Genau genommen habe ich sogar zwei Lieblings-Länder: Mein „Heimweh-Land“ ist Ägypten, das ich bestimmt 30 Mal bereist habe. Gerne würde ich da möglichst bald wieder hin. Italien ist wiederum das Land, in dem ich leben könnte – am liebsten in Venedig oder in Sizilien.

In all den Jahren: Welche persönliche Begegnungen haben Sie gemacht? Sind womöglich Freundschaften entstanden, die bis heute andauern?
Persönliche Freundschaften habe ich vor allem mit Reiseteilnehmern geschlossen. Eine sehr gute Freundschaft zu einem Kunsthistoriker, der mit mir fünf, sechs Mal gereist ist, hält bereits seit 1988. Aber auch viele andere Begegnungen waren sehr anregend. Die Gäste sind im Urlaub befreit von den Zwängen des Alltags und suchen gute Gespräche – so kommen viele nette Kontakte zustande.

Was nehmen Sie mit? Wie hat Ihre Tätigkeit Sie als Mensch beeinflusst? Und bei Ihren Gästen? Was meinen Sie, haben die Reiseteilnehmer mitgenommen, was hat sie berührt?
Das Lob und Feedback der Gäste ist für mich Inspiration und Motivation für weitere Tätigkeiten – es ist ein bisschen wie bei einem Bühnenschauspieler: Ehrliches Lob geht durch Mark und Bein. Dementsprechend begreife ich das auch als Grundtenor meiner Arbeit: Den Menschen etwas bieten – inhaltlich, fachlich aber vor allem auch menschlich! Niemand möchte sterile Reisen erleben. Gruppendynamik, Empathie und Zwischenmenschliches sind am Wichtigsten – das ist mein persönlicher Antrieb und das nehmen die Gäste auch mit.

Von 1966 bis 2016 – inwiefern haben sich die Reisen und die Reisenden verändert? Was ist über die Jahre gleich geblieben?
Die Gäste von Dr. Tigges legen weiterhin sehr großen Wert auf Kultur und Qualität. Allerdings wollen viele Reisende heute nicht mehr ausschließlich Studienreisen, sondern auch mal einen Aktivurlaub – zum Beispiel auf Skiern – unternehmen. Die Konsequenz: Früher gingen Studienreisen immer gute zwei Wochen, heute oftmals nur noch eine Woche – die Menschen teilen sich ihren Urlaub anders ein.

Was macht eine gute Gruppenreise aus? Was spricht für diese Reiseform?
Die Gäste genießen die Freude am gemeinsamen Erlebnis. Es ist vielen wichtig, neue Leute und Kulturen kennenzulernen und sich auszutauschen.

Haben Sie noch einen Tipp für alle, die (nun) auch Reiseleiter werden und in Ihre Fußstapfen treten möchten?
Das A & O ist eine gute Vorbereitung, eine seriöse Einstellung zum Beruf und die Bereitschaft, Verantwortung gegenüber den Gästen zu übernehmen. Aber letztendlich macht's die Mischung aus Inhaltlichem und Zwischenmenschlichem – so gelingt eine unvergessliche Reise! Vielleicht muss man auch wie ich Philanthrop sein, also die Menschen lieben, um ein guter Reiseleiter zu sein.

Nach 50 Jahren: Ist ein Ende in Sicht?
Nein, bislang nicht. Nach Möglichkeit möchte ich noch lange als Reiseleiter unterwegs sein, aber wenn die Gesundheit es verlangt, werde ich leiser treten – Vorträge kann ich ja immer noch halten!

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