Mein Reiseerlebnis

Es gibt Momente die noch lange in Erinnerung bleiben. Begegnungen die für immer im Gedächtnis gespeichert sein werden. Jeden Monat veröffentlichen wir das eindrucksvollste Reiseerlebnis eines Dr. Tigges Kunden. So erlebte Frau Brigitte Richter auf Ihrer Dr. Tigges Studienreise den Zauber der Shwe-Umin-Höhle.

Der Zauber der Shwe-Umin-Höhle

"Auf dem Weg von Yangon zum Inle-See besuchen wir mit unserer achtköpfigen Reisegruppe die berühmte Shwe-Umin-Höhle von Pindaya. Im Reiseführer lesen wir, dass sie mehrere Tausend Buddhafiguren beherbergt. Vorstellen können wir uns das eigentlich nicht – vielleicht eine Halle oder ein Gang, in dem diese Buddhas in einer Art Galerie nebeneinander aufgereiht sind. Aber die Höhle besitzt nicht nur eine Halle sondern mehrere, die durch Gänge verbunden und zum größten Teil über geflieste Wege gut begehbar sind. In manchen Hallen befinden sich auch Stupas, deren lang ausgezogene Goldspitze bis hoch unter die Decke der Höhle hinaufreicht.

Beim Eintreten sind wir überwältigt: Buddhas wohin man schaut, Buddhas in allen Größen und Sitzhaltungen und einer neben dem anderen. Manche sind riesig, sogar höher als wir, andere kleiner, ganz klein, schmal und breit, dick und dünn, überall nur Buddhas, Buddhas jeglichen Alters und Gestalt, die meisten rundum aus Gold. Wir sind eine ganze Weile mit Staunen beschäftigt, dann beginnt unser Blick langsam nach oben zu schweifen, und wieder entdecken wir Buddhas, Buddhas, soweit das Auge reicht, sie sitzen auf Podesten und Vorsprüngen, schmiegen sich in Nischen und Felsritzen, kein Plätzchen an der Wand bleibt frei!

In der ersten Halle reihen sich am Boden ganz große Buddhas auf, sie stehen dicht an dicht, links sehe ich sie mehr im Profil, der vordere prangt im vollen Licht einer der seitlichen Lampen, auf den anschließenden Buddhas liegen leuchtende Glanzstreifen, die sich weiter hinten zu Glanzpunkten und Lichtflecken auflösen. Mit jedem Schritt ändert sich die Perspektive, wechselt die Beleuchtung, treten einzelne Figuren oder -gruppen ins Helle, während andere im Halbdunkel verschwinden. Mit jedem Schritt tauchen neue Buddhas auf, neue Lichter oder Glanzpunkte.

Vor einem schönen Goldexemplar bleibt unsere Reiseleiterin, Frau P., stehen und erklärt, dass dieser Buddha von einer Reisegruppe aus Köln gestiftet wurde. Sie selbst habe ihn besorgt und hierher gebracht. Stolz schaut sie uns an und erwartungsvoll. Doch wir schweigen und überlegen. Wünscht sie so eine Gabe auch von uns? Eine andere Gruppe habe einen weiteren Buddha gestiftet, fährt sie fort, den zeigt sie uns später.

Keiner von uns sagt etwas, vermutlich denken wir in diesem Augenblick – wie in einer stillen Übereinkunft – alle das gleiche: Wir mögen dieses Land mit seinen friedlichen Menschen, bewundern, dass sie trotz der Armut so zufrieden und freundlich sind, schätzen auch das oberste Gebot des Buddhismus, der Verzicht auf jegliches Verlangen, auf jede Gier, doch verwirren uns diese vielen Buddhas. Und auch wenn die buddhistische Idee inzwischen in Europa Einzug gefunden hat, so haben wir doch das Gefühl, uns reicht unser Gott, der eine... Wir setzen unseren Weg fort, staunen immer mehr über die unglaubliche Fülle und das viele Gold!

Als wir uns wieder in Richtung Ausgang bewegen, eröffnet uns Frau P., dass sie diese Höhle nie verlassen könne, ohne in einem ganz besonderen Seitenraum zu meditieren, wer wolle, könne sie dahin begleiten. Und schon bückt sie sich, erstaunlich flink bei ihrer nicht ganz schlanken Figur, und verschwindet behend in einem engen, niedrigen Gang. Die ersten von uns acht machen sich nun auch ganz klein und folgen ihr, ich kann da nicht hindurch mit meinem angeschlagenen Knie und halte dafür alle Taschen und Kameras.

Plötzlich sehe ich Hände, die sich mir aus dem Dunkel entgegenstrecken, um nacheinander alle Gepäckstücke in Empfang zu nehmen, und dann schaffe auch ich den Einstieg, rückwärts und auf allen Vieren, klettere noch drei in den Fels gehauene, abgerundete, schräge Stufen hinab und bin am Ziel. Der winzige Raum ist schwach beleuchtet, an den Wänden befinden sich wenige kleinere Goldbuddhas.

Wir sitzen da, unsere Reiseleiterin im Lotossitz, einige von uns können das auch, zumindest halbwegs, ich lasse mich auf den Stufen nieder, die warm und gemütlich sind. Gemütlich ist auch diese kleine Meditationshöhle, und vor allem, es herrscht hier ein wunderbares Klima, nicht feucht, dumpf und stickig wie draußen in den großen Hallen sondern trockenwarm mit angenehmen 25°C. Da sitzen wir nun, reden ab und zu ein Wort, schweigen. Schweigen und reden. Ein anheimelndes Gefühl macht sich breit bei dieser herrlichen Raumtemperatur, in diesem angenehmen Klima, beim Abtauchen in diese überschaubare Abgeschiedenheit, zu der es keine Fenster gibt. Um uns herum kein Laut, wir sitzen in völliger Ruhe, locker und entspannt, als existiere die Welt nicht mehr...

Ein wunderbarer Raum ist das hier, das fühlen wir, ein Ort des Wohlseins und der Geborgenheit, dessen Besonderheit nicht zu beschreiben ist. Man kann sie nur fühlen, diese eigenartige Magie, die hier ihre Wirkung entfaltet und jeden unversehens erfasst, der diesen Raum betritt. Man kann sie nicht sehen nur mit den Sinnen aufspüren, in sich aufnehmen und bei geschlossenen Augen genießen. Eine gute Weile verharren wir. Dann müssen wir wieder gehen. Aber trennen wollen wir uns eigentlich nicht von diesem einmaligen Platz, an dem mystische Kräfte zu wirken scheinen…, von einem Platz, der in wunderbarer Weise die Seele öffnet und die Sinne betört…, oder, so könnte man vielleicht sagen, der beruhigt, besänftigt, beschützt und beglückt. Den geheimen Zauber empfinden wir alle, ob wir Buddhisten oder Christen sind.


Frau Brigitte Richter über Ihre Reise nach Myanmar


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