Zwischen Islam und Christentum

Die Reise

Marokko und Spanien haben viel mehr miteinander zu tun, als wir es auf den ersten Blick vermuten. Und das nicht nur, weil der Turm der Kathedrale von Sevilla und das Minaret in Marrakesch architektonisch fast identisch sind. Die Meerenge von Gibraltar bildete über die Jahrhunderte eine Brücke zwischen den Kontinenten, Kulturen, Religionen und Menschen.

Für den Historiker Fernand Braudel war das Mittelmeer der Ort einer einzigen großen Geschichte. Diese Reise erzählt nicht nur einen wesentlichen Teil davon. Sie zeigt auch, dass diese Geschichte fortgeschrieben wird und noch lange nicht an ihrem Ende ist. Erleben Sie auf dieser Reise, wie jeden Tag eine neue Zeile hinzu kommt.

Ein Felsen zweier Nationen

Über 2.300 Kilometer erstreckt sich das faltige Atlasgebirge im Nordwesten Afrikas über die Länder Marokko, Algerien und Tunesien und trennt den Kulturraum des Mittelmeeres von der Sahararegion. In der griechischen Mythologie markierte das Atlasgebirge das westliche Ende der damals bekannten Welt, und die Legende besagt, dass der zu Stein erstarrte Titan Atlas das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern trägt. Die Berber, die ursprünglichen Bewohner des Maghreb, leben heute in festungsartigen Siedlungen in den Tälern des Gebirges. Nur unweit entfernt ragt ein ebenso schroff er Berg aus dem Wasser – der Felsen von Gibraltar. Platziert in der Meerenge zwischen Nordafrika und Spanien leben auf ihm neben rund 30.000 Menschen auch die so genannten Berberaffen. Ursprünglich von den Mauren, später von den Engländern importiert, tummeln sie sich in Scharen auf dem 420 Meter hohen Ape’s Rock. Gibraltar ist seit 1830 britische Kronkolonie.


Seither streiten sich Spanien und Großbritannien um die Vorherrschaft des rund sechs Quadratkilometer großen Felsens. Stellt sich die Frage, ob derderzeit in England fortschreitende Brexit unverhoff tes Glück auf Seiten der Spanier bringt. Zumindest wurde ihnen bei den Austrittsverhandlungen von der EU ein zusätzliches Vetorecht für Gibraltar zugesprochen. Beim Referendum sprachen sich die Bewohner Gibraltars zu 96 Prozent für den Verbleib in der EU aus – eine solche Befürwortung gab es nirgendwo sonst. Schließlich pendeln bis zu 10.000 Spanier täglich auf das britische Überseegebiet, und auch Reisende genießen den Anblick roter Telefonzellen und den Geschmack von Fish and Chips mit Blick auf die Bucht von Algeciras und die Straße von Gibraltar.


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