Geteiltes Zypern – bald wiedervereinigt?

Die Reise

Kaum etwas ist schmerzhafter für eine Nation und ihre Menschen als eine zerrissene Heimat. Schon über 40 Jahre ist Zypern eine geteilte Insel, doch in jüngster Zeit mehren sich die Zeichen, dass es in einer nicht allzu fernen Zukunft zu einer Wiedervereinigung kommen kann. Wir wollen erfahren, wie die Menschen mit der Teilung umgehen, ob sie sich arrangiert haben oder wie aktives Streben nach Wiedervereinigung aussieht. Auf dieser Reise tauschen wir uns mit Journalisten, Akademikern und Geistlichen aus, um deren Sicht auf das Land und die „Zypern-Frage“ zu erfahren. Und genau dieser Austausch verhilft uns zu neuen Perspektiven und lässt Brücken des Verständnisses entstehen.

In Deutschland weiß man, was es bedeutet in einem geteilten Land zu leben und versteht das Bedürfnis nach Wiedervereinigung. Den Zyprioten geht es genau so. Auch sie, ob nun im Norden oder Süden beheimatet, wollen wieder in einem vereinten Zypern leben, wo kulturelle Vielfalt nicht trennt sondern vereint. Denn das ist ihre Geschichte. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute.

Neue Chance - Zyperns Norden und Süden kommen sich näher

Vor dem Bergpanorama des Schweizer Kanton Wallis, in der Gemeinde Crans-Montana, trafen sich Ende Juni 2017 auf Einladung der Vereinten Nationen eine Handvoll Regierungschefs und Diplomaten, um Geschichte zu schreiben. Nach über 40 konfl iktreichen Jahren der Teilung in eine griechisch-zypriotische Süd- und eine türkisch-zypriotische Nordhälfte sollte die Mittelmeerinsel Zypern endlich wieder vereint werden.

Im Jahr der Teilung, 1974, als griechische Putschisten versuchten, den Anschluss Zyperns an Griechenland zu erreichen, besetzten türkische Truppen den Nordteil der Insel. Noch heute sind rund 35.000 türkische Soldaten auf Zypern stationiert. Und genau da liegt auch heute noch das Problem: Der türkisch-zypriotische Staatschef Mustafa Akıncı hält die Präsenz des türkischen Militärs auf der Insel für notwendig – Nikos Anastasiades, griechisch-zypriotischer Staatschef, sieht das anders. Die ganze Insel Zypern ist seit 2004 ein völkerrechtlich vollwertiges EU-Mitglied, sollte also Anspruch auf die gesamte Fläche der Insel haben und nicht des Schutzes durch Drittstaaten bedürfen. Eine schwierige Situation, die sich auch in den Verhandlungen bislang nicht lösen ließ. In die „Zypernfrage“ ist dennoch Bewegung gekommen.


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